Von der TOTENMESSE zum DEUTSCHEN REQUIEM von Johannes Brahms (2)

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Besonders die Dies-Irae-Sequenz (die plastische Schilderung vom Jüngsten Gericht mit Hölle und Fegefeuer) regte zu opernhaft-dramatischen Gestaltungen an, die für reichlich Gänsehaut bei den Zuhörern sorgte. Berühmtes Beispiel in diesem Zusammenhang dürfte das Requiem von Giuseppe Verdi sein, das man oft auch als „Verdis schönste Oper“ bezeichnet hat…. Zeitgleich begannen Komponisten im deutschsprachigen Raum „Deutsche Requien“ zu schreiben, die nicht mehr auf der lateinischen Totenmesse basierten (Schubert Deutsches Requiem, Schumann Requiem für Mignon….). Als Johannes Brahms anfing sich mit der Komposition eines eigenen Requiems zu beschäftigen folgte er einer geistigen Strömung seiner Zeit: Der Glaube der Menschen an „Hölle und Lesen Sie mehr …

Von der TOTENMESSE zum DEUTSCHEN REQUIEM von Johannes Brahms (1)

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In der christlich-abendländischen Geschichte war es über Jahrhunderte – und bis zum heutigen Tage – üblich am Tag des Todes, des Begräbnisses, an Gedenktagen oder an Jahrestagen eine TOTENMESSE (Missa pro defunctis – Messe für die Verstorbenen) zu halten. Sinn und Zweck solcher Feiern war die flehentliche Bitte um den Seelenfrieden des Verstorbenen, seine Befreiung von den Qualen der Hölle, um Barmherzigkeit und Erbarmen und um die Aufnahme ins Paradies und mit dem „ewigen Leben“ den ewigen Frieden und die ewige Ruhe zu erhalten. Aus dem Anfang dieser lateinischen Messe Requiem aeternam dona eis, Domine (Ewige Ruhe gib ihnen, Herr) Lesen Sie mehr …

„Ein deutsches Requiem“ – Werkbetrachtung am 11. um 11 Uhr

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Bereits im dritten Jahr in Folge hält Enrico Trummer einen Vortrag im Hospitalhof. Nach dem „Requiem“ von K. Jenkins und „The Messiah“ von G.F. Händel beschäftigt er sich heuer mit Johannes Brahms‘ umfangreichstem und zugleich zentralem Werk. Wer am Donnerstag, dem 11. April 2019 vormittags Zeit hat, sollte diese besondere Gelegenheit einer Konzerteinführung auf keinen Fall versäumen und sich in seinen Terminkalender eintragen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. Warum „deutsches“ Requiem? Brahms selbst hat in seiner Korrespondenz mit dem städtischen Musikdirektor und Domorganisten Carl Martin Reinthaler, der die triumphale Bremer Uraufführung am Karfreitag 1868 maßgeblich mit vorbereitet hatte, Lesen Sie mehr …