Die Haydn-Frage der Woche Nr. 4

Posted on

Haydn hat im Laufe seines Lebens insgesamt 14 Messen komponiert. Seine erste (!) war die „Missa Cellensis in honorem Beatissimae Mariae“. Er begann mit ihrer Komposition im Jahr 1766, in dem er beim Fürsten Esterhazy erster Kapellmeister wurde und somit auch für die Kirchenmusik zuständig war. Natürlich stellt sich dann diese Frage: Was ist denn das Besondere an der „Missa Cellensis? Oder anders gefragt: Wie lässt sich die „Missa Cellensis“ stilistisch einordnen? Haydn wählte für seine Missa Cellensis – und nur für diese Messe – die Form der Kantaten-Messe. Bei diesem Messetypus werden die sechs Teile des Ordinariums wie Lesen Sie mehr …

Und weiter geht´s mit der dritten Haydn-Frage der Woche

Posted on

Nach einer etwas „längeren“ Pause erfahren Sie nun erneut ein nicht uninteressantes Detail über das nächste Werk des Stuttgarter Oratorienchors. Weiß man Genaueres über die Entstehungsgeschichte der Missa Cellensis? Entstehungshintergrund Während seiner ersten Dienstjahre bei der Fürstenfamilie Esterhazy in Eisenstadt war Haydn für die Instrumentalmusik bei Hofe verantwortlich. Erst nach dem Tod von Kapellmeister Gregor Joseph Werner im März 1766 übernahm er als dessen Amtsnachfolger auch das Aufgabenfeld der Kirchenmusik. Möglicherweise erteilte ihm Fürst Nikolaus I von Esterhazy den Auftrag für ein festliches liturgisches Werk. Denkbar wäre auch, dass Haydn die Missa Cellensis schrieb, um sich vom Vorwurf der Faulheit Lesen Sie mehr …

Die Haydn-Frage der Woche (2)

Posted on

Was steckt hinter der Bezeichnung Missa Cellensis bzw. Mariazeller Messe? Der Zusatz Cellensis kommt vom lateinischen Cella = Zelle. Damit sind die Mönchszellen gemeint, die das Stift St. Lambrecht im Jahre 1103 im Gebiet um Mariazell in der Steiermark gegründet hatte. Aus diesen ehemals kleinen Mönchszellen ist dann im Laufe der Jahrhunderte eine bedeutende Wallfahrtskirche geworden. Die römisch-katholische Basilika von Mariazell ist der wichtigste Wallfahrtsort in Österreich und einer der wichtigsten Europas. In dem im 12. Jahrhundert gegründeten Gnadenort wird seit dem Mittelalter ein hölzernes Gnadenbild der Gottesmutter Maria verehrt. Um ihre Hilfe zu erbitten, pilgerten auch Mitglieder des Hauses Lesen Sie mehr …