Weihnachten und der Jahreswechsel liegen mittlerweile hinter uns. Das ist ein Anlass, sich bei unseren Freunden und Förderern sowie unserem Publikum zu bedanken! Sie alle haben mitgeholfen, dass das Konzertjahr 2025 für uns so erfolgreich und musikalisch beglückend verlaufen ist. Auch 2026 bieten wir wieder drei schöne Konzerte an. Lassen Sie sich überraschen – wir freuen uns auf Sie!
Voller Tatendrang und mit erholten Stimmen trafen wir uns am 9. Januar zur ersten Probe des neuen Jahres. Karl Jenkins hat mit seinem Klassik-Crossover-Welterfolg zweifellos wieder neue Fans in unserem Chor gewonnen! Seine Stabat Mater-Vertonung wurde im Jahr 2008 in der Kathedrale in Liverpool zum allerersten Mal aufgeführt. Wenige Jahre darauf – 2015 – stand sie zum ersten Mal auf einem Konzertprogramm des Stuttgarter Oratorienchors. Nun “beschäftigt” sich eine völlig andere Besetzung wie damals mit diesem herrlichen Sakral-Werk. Es ist für seine beeindruckende Verschmelzung mittelalterlicher lateinischer Texte mit ethnischen Klängen, insbesondere aus dem Nahen Osten, zu einem der bekanntesten Werke des vielseitigen walisischen Komponisten geworden. Neben dem lateinischen Originaltext fügte Jenkins Passagen in Hebräisch, Aramäisch und Englisch hinzu, um die universelle Botschaft zu verstärken.
Rückblick auf ein unvergessliches Weihnachtskonzert
Und es gibt sie doch! …eine weihnachtliche Alternative für das alljährlich unglaublich häufig aufgeführte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Mit “Vivaldi meets Palmeri” gestaltete der Stuttgarter Oratorienchor im Mozartsaal der Liederhalle einen Konzertabend voller Höhepunkte. Zur festlichen Eröffnung erklang das berühmte “Gloria” RV 589 von Antonio Vivaldi, von dem wir bisher ein Video auf unserem youTube-Kanal veröffentlicht haben.
Enrico Trummer ging bewusst ein Wagnis mit dieser Programmzusammenstellung ein und wurde dafür belohnt. Er führte mal gefühlvoll, mal temperamentvoll alle Mitwirkenden zu musikalischen Höchstleistungen, die das Publikum zur Pause mit begeistertem Applaus anerkannte. Im zweiten Teil des Konzerts zog Palmeris argentinisches Weihnachtsoratorium “Oratorio de Navidad” die Konzertbesucher und -besucherinnen völlig in seinen Bann. Nach einem nicht mehr zu steigernden Fortissimo des Alleluja-Schlussakkords hielt die Leute nichts mehr auf ihren Sitzen und der Saal explodierte förmlich. Mit völlig außer Atem geratenen Sängern und Sängerinnen, frenetischem Jubel und stehenden Ovationen des Publikums endete dieses denkwürdige Weihnachtskonzert.


